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KI-Telefonassistent und DSGVO: So wird die Telefon-KI rechtssicher

Ist ein KI-Telefonassistent DSGVO-konform? EU-Server, Zero Data Retention, kein Training und § 203 bei Heilberufen, erklärt an unserer echten Anbieter-Kette.

Marvin Ludwig Co-Founder & CTO · SpeakKI
10 Min. Lesezeit
Holzschreibtisch mit klassischem Tischtelefon, an dem eine rote Anruf-Leuchte glimmt, daneben eine geschlossene Aktenmappe mit Gummiband und ein kleiner Messingschlüssel, im Hintergrund Aktenordner und eine Grünpflanze, Morgenlicht durch Jalousien
#KI-Telefonassistent #DSGVO #Datenschutz #Arztpraxis
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Häufige Fragen

Fragen zu DSGVO und KI-Telefonie

Ist ein KI-Telefonassistent in Deutschland erlaubt?

Ja. Ein KI-Telefonassistent ist wie jeder andere Dienstleister eine Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Erlaubt ist er, wenn ein Auftragsverarbeitungsvertrag vorliegt, die Verarbeitung in der EU oder mit gültigen Standardvertragsklauseln erfolgt und die Anrufdaten nicht für KI-Training genutzt werden. Bei Heilberufen kommt die Schweigepflicht nach § 203 StGB dazu.

Wo werden die Anrufdaten gespeichert?

Das hängt am Anbieter, und Sie sollten es vor der Unterschrift schriftlich bekommen. Bei SpeakKI liegen Hosting, Datenbank und Aufnahmen auf Servern in Deutschland. Die Spracherkennung läuft über einen EU-Endpoint mit Zero Data Retention, das Anrufer-Audio wird also nicht gespeichert.

Dürfen US-Anbieter wie OpenAI oder Deepgram überhaupt eingesetzt werden?

Ja, unter Bedingungen. Nötig sind Standardvertragsklauseln, möglichst ein EU-Endpoint und ein aktiver Ausschluss der Trainingsnutzung. Sinnvoll ist, den sensibelsten Datenstrom, das rohe Anrufer-Audio, über einen EU-Dienst mit Zero Data Retention laufen zu lassen und für die anderen Ebenen europäische Alternativen bereitzuhalten.

Welche Auskünfte darf eine Arzthelferin am Telefon geben?

So wenig wie möglich und nur an die betroffene Person selbst. Schon die Information, dass jemand Patient einer bestimmten Praxis ist, fällt unter die Schweigepflicht nach § 203 StGB. Ein KI-Assistent muss deshalb genauso zurückhaltend sein wie geschultes Personal und darf Diagnosen, Befunde oder Termindetails nicht an Dritte herausgeben.

Brauche ich als Praxis oder Betrieb einen AVV mit dem Anbieter?

Ja. Sie sind der Verantwortliche für die Daten Ihrer Anrufer, der Anbieter verarbeitet in Ihrem Auftrag. Genau dafür schreibt Art. 28 DSGVO einen Auftragsverarbeitungsvertrag vor. Ohne ihn ist die Nutzung nicht zulässig, unabhängig davon, wie gut die Technik ist. Bei SpeakKI ist der AVV inklusive.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich kündige?

Sie können vorab eine Löschfrist festlegen, nach der Aufnahmen und Transkripte automatisch gelöscht werden. Bei Vertragsende werden die Daten auf Weisung gelöscht. Achten Sie im Vertrag darauf, dass auch die Backup-Rotation abgedeckt ist, nicht nur die aktive Datenbank.